Down once more.
September 1, 2008
Ein Monat noch. Bis alles Gestalt annimmt. Vielleicht auch weniger, vielleicht auch mehr, vielleicht klappt es auch gar nicht. Es gibt soviele Vielleichts, Möglicherweises, Eventuells in meinen ganzen Spinnereien in meinem Kopf. Und mit denen nerve ich nicht nur den einzigen Menschen, den es interessiert, sondern auch mich. Und nebenbei mach ich mich und ihn auch noch total verrückt. Weshalb ich dann in Gewissensbissen versinke, was eins zum anderen führt; zu noch mehr Zweifeln.
Ich bin gereizt. Weil mein Kopf so unendlich voll ist mit Unsinn und Träumerei. Die vielleicht bald, vielleicht gar nicht, vielleicht anders als erwartet den Weg in die Wirklichkeit findet. Kann mal jemand den Konjuktiv in meinem Kopf in einen Indikativ umschalten, bitte?
Ein Monat noch; dann kommt wieder der Alltag. Und dann wünscht man sich wieder Ferien. Aber vielleicht auch nicht. Und einen Monat habe ich noch Zeit, eine Wohnung zu finden. Studienbeihilfe zu beantragen, eventuell einen Job zu finden und mir endlich mein lang ersehntes eigenes Leben aufzubauen beziehungsweise mich selbst zu resozialisieren. Aber die Frist, die mir da gesetzt ist, hab ich mir selbst gesetzt. Ich muss nicht ausziehen, nur um keine 30 Minuten von zuhause zur Uni fahren zu müssen. Aber es wäre schön. Weil ich dann vielleicht endlich glücklich bin. Und nicht mehr leer. Aber vielleicht ersticke ich auch daran, an der selbst erwählten Einsamkeit. Oder an der Arbeit. Oder am Lernpensum.
Ich wüsste doch nur gern, was richtig wäre. Und wie das geht, das richtig-machen. Ich wüsste nur gern, ob ich mir überhaupt meine Träumereien erlauben darf – oder mich gleich eingraben lassen soll.