Durch das Jammertal, genannt Leben.
August 21, 2008
In 20 Minuten ist wieder ein Tag vorbei. Schon wieder. Und schon wieder ein Tag, den ich vor lauter Unproduktivität seelischen Schimmel ansetze. Mehr als durch die Gegend gefahren bin ich heute nicht. Dabei hätte ich schwimmen gehen können. Nein, dann wars zu kühl. Oder spazieren. Ne, zu steil hier. Für alles fällt mir eine Ausrede ein. Nur um mein Leben nicht zu leben. Um mein Dahinvegetieren und Eremitieren zu rechtfertigen. Obwohl ich mich für meinen Tagesablauf ja vor niemandem rechtfertigen muss. Außer vor mir.
Wieso wird mir immer erst mitten in der Nacht bewusst, dass ich wieder einmal einen wertvollen Tag verschwendet, vergeudet, verschenkt habe. Nur vorm PC gesessen. Auf dummen Internetseiten gesurft. Foren durchstöbert. Mal wieder viel zu viel geträumt, von dem Tag, an dem sich endlich was ändert. Statt die Tage bis dahin irgendwie zu nutzen. Denn es dauert noch. Ohja, es dauert noch so verdammt lange und das ewige Warten, Hoffen, Bangen, Ausmalen, Träumen raubt mir alle Kraft. Ich nerve meine gesamte Umwelt immer wieder mit der gleichen Herumjammerei. Dabei hätte ich lesen können. Mich weiterbilden können. Mich aufs Studium vorbereiten können. Ja, so unendlich vieles, was man in einen Tag stopfen kann und ich schaff nicht mal ein Hunderstel von irgendwas.
Ich bin schon wieder so leer. So unendlich leer.
August 23, 2008 at 7:26
Retten kannst nur du dich selbst.
Aber: was ist mit der Fotographie, die dir so oft zu helfen schien, mit deinen geliebten Wörtern, mit der Musik – gibt es nichts, das dich halten kann?