Useless

•2. Februar 2010 • 1 Kommentar

Musikalische Endlosschleife in Kopf, Gedanken, Herz.

Streit gehabt. Überfordert. Zweifel. Viele, viele Tränen. Keine Kraft zu lernen. “Weil es einfacher ist zu lächeln, als zu erklären, warum man weint” gleichmal ausprobiert und bestätigt. Stress auf der Arbeit. Keine Konzentration. Gedanken, in den Ferien zur Psychologischen Beratungsstelle zu gehen. Gedanken verworfen. “Wer das Denken zur Hauptsache macht, der kann es darin zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht, und einmal wird er ersaufen.” – Wahre Worte des größten Meisters (Hesse). Zuviel herumkopfen, nachdenken, grübeln, sorgen. Beim Zur-Arbeit-Fahren am liebsten die Augen zumachen und gegen einen Baum fahren. Augen aber doch wieder aufgemacht. Pflichtbewusstsein treibt mich voran, treibt mich aus dem Bett, durch den Tag. Und Baldrian Nervenstark + SOS Tropfen. Noch.

Es will nicht aufhören. Trotz allem versuchend, nicht unterzugehen.

Preis für Dummheit

•31. Januar 2010 • 2 Kommentare

geht heute bitte an mich.
Wie dumm kann man sein, in ohnehin noch angeschlagener emotionaler Verfassung, alte Lieder aus alten Zeiten zu hören, die einen um’s in der Fachsprache zu sagen – triggern. Also manchmal würde ich wirklich gerne mit dem Schädel gegen die Wand laufen, um die Dummheit rauszuprügeln, ah!

Rauschen und Atmen.

•31. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich will grad niemanden belasten, deswegen sage ich es hier und nicht jenen, es geht sie nichts an, sie sollen’s nicht wissen.

Ich sitze im Bad, in meinem kleinen, kleinen blauen Bad am Boden, Füße gegen das Kästchen, Rücken an die Waschmaschine, Arme am Waschbecken festhaltend. Es rauscht in den Ohren, es rauscht so laut und ich vergesse immer wieder kurz zu atmen und muss mich daran erinnern, Luft einzusaugen und auszustoßen. Das Waschbecken ist kühl, meine Handballen haben die Kühle aufgesogen, ich drücke sie auf meine Augen, das Rauschen klingt ab, wieder muss ich mich erinnern zu atmen. Im Kopf kreisen Spiralen aus Gedanken, Gedanken an die Träume, die ich in letzter Zeit habe, die von toten Haustieren handeln, in denen Naturkatastrophen und (Bürger)Kriege über mich, über uns hereinbrechen. Ich weiß nicht was los ist, ich weiß, dass etwas los, will nicht wissen was, ahne es, verfluche es, lache über mich selber, über das dumme kleine Kind, das sich so wichtig nimmt und sich so hervorhebt, unbedeutendes kleine Geschöpf. Ich denke, mach es mit dir selber aus, wie früher, früher ging es auch und das Ich im Jetzt denkt, nein, ich hab es ihm und ihm versprochen, nein, eigentlich hast du es ihnen nicht versprochen, wenn du genau nachdenkst. Stimmt, stimmt, denke ich, da hast du recht. Also, warum nicht, ja, warum nicht sage ich zwar leise, denke dabei aber gleichzeitig, du willst dich damit nur aufspielen, dummes kleines trotziges Kind und einerseits wahr und andererseits gelogen.
Ich habe seit einer halben Stunde dauernd das Gefühl, ich müsste brechen, das Gefühl ist konstant, leicht und präsent, nicht überwältigend, aber da. Ich traue mich nicht, eine weitere Baldriantablette oder Tropfen zu nehmen, trotz zweier Tabletten habe ich Herzrasen und Hitzwallungen. Beruhigen, beruhigen, an was Schönes denken und sich nicht fragen, woher kommt das nur, woher nur, warum jetzt, wo ist der Auslöser, vermeide ihn, denk doch nicht dauernd über alles nach, selbst schuld, du kleines Geschöpf.

Langsames Beruhigen, langsames Abflauen, sich nicht mehr dran erinnern müssen, einzuatmen und auszuatmen. Stille in den Ohren.